BERLIN/RHEINHESSEN – Im Jahr 2015 hat das Bundesverkehrsministerium ein Zukunftsinvestitionsprogramm aufgelegt, um Bahnhöfe in ländlichen Räumen barrierefrei zu gestalten. Im südlichen Rheinhessen gibt es im Moment lediglich zwei Bahnhöfe, die noch nicht gänzlich barrierefrei sind. „Leider kamen die Bahnhöfe in Alzey und auch Monsheim für dieses Programm aufgrund zweier Kriterien nicht infrage. Es lagen zu diesem Zeitpunkt weder konkrete Planungen vor und auch die vom Bund als Höchstgrenze gesetzte Marke von 1.000 Reisenden pro Tag wurde überschritten“, sagt der für den Wahlkreis zuständige Abgeordnete Marcus Held (SPD).

Der Bundestagsabgeordnete Marcus Held hat in der Folge dieser Absage für die Bahnhöfe in Alzey und Monsheim bei der Deutschen Bahn nachgefragt, welche Möglichkeiten zur Finanzierung eines barrierefreien Umbaus der Bahnhöfe darüber hinaus bestehen. „Am Alzeyer Bahnhof gibt es einen Bahnsteig, der noch nicht barrierefrei ausgebaut ist. Hier wird aktuell geprüft, ob die Zughalte einfach auf die bereits barrierefreien Bahnsteige umgelegt werden können. Sollte dies nicht der Fall sein, haben die Bahn, das Land und der Zweckverband vereinbart, den Bahnsteig im Zuge der Fortschreibung der Projektliste zur Rahmenvereinbarung zu modernisieren. Dies könnte dann voraussichtlich im Jahr 2020 umgesetzt werden.“

In Monsheim gestaltet sich die Perspektive ähnlich.

„Für Monsheim besteht die Möglichkeit, die für den Bahnhof notwendigen Aufzüge in die neue Rahmenvereinbarung der Bahn mit dem Land ebenfalls ab 2020 einzubringen“

, berichtet der rheinhessische Abgeordnete Held.

Eine erste Entscheidung über die aufzunehmenden Projekte soll noch in diesem Jahr erfolgen. „Ich werde an diesem Thema weiter dran bleiben, um dafür zu sorgen, dass in Rheinhessen möglichst bald alle Bahnhöfe barrierefrei sind“, verspricht Held abschließend.