Mini-WM und Mini-EM in Rheinhessen – Wie Sport die Menschen verbindet

Viele werden sich noch an das „Sommermärchen“ von 2006 erinnern – die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland. Da sich dieser Ballsport traditionell einer großen Beliebtheit in unserem Land erfreut und ich den Menschen vor Ort die Möglichkeit eröffnen wollte, unmittelbar an der Faszination und dem verbindenden Gedanken des Sport teilzuhaben, habe ich 2006 als Bürgermeister von Oppenheim in Zusammenarbeit mit dem Rheinhessischen Fußballbund die erste Mini-WM für sieben bis achtjährige Fußballbegeisterte der lokalen F-Jugenden initiiert. Die 56 teilnehmenden Mannschaften konnten gemeinsam eine intensive und verbindende Zeit erleben.

Auftakt auf dem Marktplatz 2010

Dem Erfolg der Mini-WM folgte 2008 die Entscheidung, auch die Europameisterschaft mit einer rheinhessischen Mini-EM zu begleiten. Sowohl die Stärkung des regionalen Zusammenhalts, als auch das starke internationale Interesse belegen die Wirkung des Formates. Auch die regionale Wirtschaft profitierte davon, beispielsweise der Ausrüster Rhein-Main Sport in Mainz, der die gesponserten Trikots und Hosen für die jungen Fußballspieler bereitstellte. Das Kicken in den Trikots der Nationalmannschaften war für die Teilnehmer ein besonderes Erlebnis. Neben der besonderen Freude, welche das Projekt den Kindern und ihren Familien bereitet hat, konnte die Stadt Oppenheim sich auch in einem überregionalen Rahmen als touristische und kulturelle Destination präsentieren.

Unterstützung für die Turniere kam auch von regionalen Profifußballverein

Zahlreiche Vertreter des Konsularischen Corps übernahmen im Laufe der Jahre eine Patenschaft für das Projekt, so beispielsweise Diplomaten aus den Vereinigten Staaten von Amerika, Frankreich, Österreich, Schweiz, Niederlande, Italien, Portugal, Spanien, Nigeria, der Türkei, der Russischen Föderation und weiteren Ländern. Die Verbindung von Sport und Diplomatie hat in den letzten Jahren viele positive Dynamiken, gerade auch für die dringend notwendige internationale und interkulturelle Verständigung geschaffen. Dass ich dazu einen kleinen Beitrag im regionalen Rahmen leisten durfte, erfüllt mich bis heute sehr.

Zahlreiche Botschafter und Generalkonsuln waren bei den Turnieren zu Gast

Die Wiederholungen beider Formate in den Folgejahren 2010, 2012 und 2014 zeigen die Erfolgsgeschichte dieser Initiative. Mini-WM und Mini-EM sind für mich ein ermutigendes Beispiel dafür, wie große Ereignisse auf regionaler Ebene eigenständig durchgeführt werden können und somit letztendlich die Kinder, Jugendlichen sowie Bürgerinnen und Bürger ein tolles Projekt gemeinsam mit internationaler Beteiligung realisieren. Die Förderung des Ehrenamts als gesellschaftlichem und sozialem Element ist von zentraler Bedeutung für den Zusammenhalt in unserem Land.

Die Förderung des Ehrenamts als gesellschaftlichem und sozialem Element ist von zentraler Bedeutung für den Zusammenhalt in unserem Land. Für mich sind die Mini-WM und –EM bis heute eine sehr lehrreiche und positive Erfahrung, auf die ich mit großer Freude zurückblicke.

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